Die Zukunft (nicht nur des Lesens) auf dem 24C3

28. Dezember 2007 um 02:11 3 Kommentare

Mein Plan, dieses Jahr mal zu Hause zu bleiben, um statt dem Chaos Communication Congress (24C3) anderen Dinge zu widmen, ist voll nach Hinten losgegangen, da alle Veranstaltungen (siehe Plan) gestreamt werden. Für heute (28.12.) um 11:30 möchte ich auf den Vortrag Elektronische Dokumente und die Zukunft des Lesens hinweisen:

Nachdem schon vor ewigen Zeiten die ersten e-book devices auf den Markt kamen und immer wieder neue Versuche gestartet wurden, digitale Bücher zu etablieren, dies aber immer und immer wieder scheiterte, wollen wir nun analysieren, warum das so grandios schiefgegangen ist (obwohl es ja für Text viel leichter hätte sein müssen als für Filme oder Musik). Es wird außerdem darum gehen, warum und was jetzt anders ist und welche Revolution uns da erwartet, die vermutlich noch umfassender und nachhaltiger sein wird, als die Digitalisierung von Musik und Film.

Heute (27.12.) haben mich vor allem der Vortrag der 129a-Betroffenen Anne Roth und der Vortrag über DNA-Hacking beeindruckt – der CCC zeigt mal wieder, dass alles noch viel atem(be)raubender ist, als bisher gedacht.

Evolutionstheorie in Sprache und Kultur

12. Oktober 2007 um 08:50 Keine Kommentare

Spiegel Online (SpOn) verwurschtelt eine ddp-Nachricht über Forschungsergebnisse zur Evolution der Sprache mittels mathematischer Modelle (die Halbwertzeit eines unregelmäßigen Verbs ist proportional zur Quadratwurzel seiner Verwendungshäufigkeit) – direkt weiterführende Literaturangaben (Quantifying the evolutionary dynamics of language DOI 10.1038/nature06137) und Verweise sind dort leider Mangelware. Die gibt’s unter Anderem bei scienceticker.info, dort wird allerdings nur auf Erez Lieberman und nicht auf die ebenfalls im SpOn-Artikel erwähnte Arbeit von Mark Pagel (Frequency of word-use predicts rates of lexical evolution throughout Indo-European history DOI 10.1038/nature06176)) eingegangen. Die Nature-Ausgabe enthält außerdem eine kurze Einführung. Beide Forscher wenden Methoden der Bioinformatik an, um kulturelle Phänomene zu untersuchen.

Beim Stöbern ist mir aufgefallen, dass Nature (siehe History of Nature) in der momentan stattfindenden Evolution der Wissenschaftskommunikation ziemlich gut dabei ist: Connotea, Nature Precedings, Nature Network, Nature Blogs, Nature Podcast, Second Nature etc. Es gibt aber auch noch einige Verbesserungsmöglichkeiten, so sind die verschiedenen Dienste bislang noch nicht ausreichend miteinander verknüpft.

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