Weitere Nutzung von SeeAlso-Schnittstellen

10. Februar 2009 um 19:15 1 Kommentar

Dass sich das SeeAlso-Protokoll im Rahmen der Kataloganreicherungen auch (wie bereits angedacht) für die Einbindung von Rezensionen eignet, hat Ende Januar Carsten Schulze demonstriert: Das geschichtswissenschaftliche Fachportal Clio-Online verwaltet eine Datenbank mit über 50.000 Rezensionen. Daniel Burckhardt hat für diese Datenbank eine OAI-Schnittstelle erstellt, über die die monatlich etwa 500 hinzukommenden Einträge geharvested werden können. Ein Skript von Carsten sammelt auf diese Weise die Rezensionen, extrahiert die ISBN der rezensierten Werke und ermöglicht die Abfrage über SeeAlso Simple (z.B. ISBN 3506775197).

“SeeAlso Simple” bedeutet, dass die Schnittstelle auf eine Anfrage mit dem Parameter id lediglich die Daten im JSON-Format zurückliefert (was für den Einsatz ausreicht), während bei “SeeAlso Full” mit dem Parameter format=opensearchdescription der Dienst eine Selbstbeschreibung liefert. Das XSLT-Skript, das aus der Selbstbeschreibung ein Test-Interfaceerzeugt, habe ich übrigens so aktualisiert, das die Ergebnisliste gleich in verschiedenen Anzeigestilen (“display”) dargestellt werden kann – zum Ausprobieren sollte ein SeeAlso-Dienst verwendet werden, der mehrere Treffer liefert, zum Beispiel isbn2gbvlib (liefert GBV-Bibliotheken, die einen bestimmten per ISBN gegebenen Titel haben) oder diese Anfrage.

Weiterer Nutzer von SeeAlso sind seit Kurzem die Hannover-Bibliotheken, in deren Katalogen nun auch ein Link auf Wikipedia sowie Coverbilder angezeigt werden (die Coverbilder kommen übrigens nur teilweise von LibraryThing). Ob ein Verweis auf Wikipedia sinnvoll ist, wird ja immer wieder angezweifelt – mit SeeAlso kann jede Bibliothek (HTML-Kenntnisse und Gestaltungsmacht über die eigene OPAC-Oberfläche vorrausgesetzt) selber entscheiden, was sie an welcher Stelle zur Anreicherung in ihren Katalog einbindet und was nicht.

P.S: ISBN2GBVLib funktioniert inzwischen wieder.

1 Kommentar »

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  1. Also ich denke, dass das Ganze schon Zukunft haben wird, die Suche wird deutlich leichter und man kann sich damit leicht identifizieren und wichtige Infos filtern. Gut finde ich, dass die Hannover-Bibliotheken nun mittlerweile auch damit arbeiten, das zeigt, dass es wirklich vorwärts geht.

    Kommentar by Martina — 11. Februar 2009 #

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