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	<title>Jakoblog &#187; Überwachungsstaat</title>
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	<description>Das Weblog von Jakob Voß</description>
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		<title>Mikroform : Deutschland &#8211; 1 : 0</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Dec 2008 01:30:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jakob</dc:creator>
				<category><![CDATA[de]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie die Frankfurter Rundschau berichtet sind am Freitag Tausende von Kontoverbindungs- und Überweisungsdaten (!) geleakt, auch Kreditkarte-Geheimnummern sollen nach Angabe der FR dabei sein. Zugespielt wurden die Daten der Zeitung auf Mikroform. Wie fefe treffend bemerkt sollte eine Bank solche Daten sowieso nicht an einen Dienstleister outsourcen und unverschlüsselt durch die Gegend transportieren; was einmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie die <a href="http://fr-online.de/top_news/1645133_Gigantisches-Datenleck.html">Frankfurter Rundschau berichtet</a> sind am Freitag Tausende von Kontoverbindungs- und Überweisungsdaten (!) geleakt, auch Kreditkarte-Geheimnummern sollen nach Angabe der FR dabei sein. Zugespielt wurden die Daten der Zeitung auf Mikroform. <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b7bd63ee">Wie fefe treffend bemerkt</a> sollte eine Bank solche Daten sowieso nicht an einen Dienstleister outsourcen und unverschlüsselt durch die Gegend transportieren; was einmal gesammelt und weitergegeben wurde, ist nicht mehr zu kontrollieren.</p>
<p>Ich könnte mir vorstellen, dass Mikroform verwendet wurde, weil die Kreditkarten-Daten zur Archivierung aufbewahrt werden müssen &#8211; für die Langzeitarchivierung eignet sich nun mal am Besten noch immer Mikroform. Praktisch auch: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Whistleblower">Whisteblowing</a> mittels physischer Datenträger wie Mikroform ist in unserem <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/">Deutschen Überwachungsstaat</a> besser möglich, da es ungleich schwieriger abgehört werden kann. Bei Telefon und Email sorgen Vorratsdatenspeicherung und <s>Reichssicherheitshauptamt</s> BKA-Gesetz nämlich dafür, dass Informanten abgeschreckt werden. </p>
<p>Da fällt mir ein weiteres Beispiele ein, wo Bibliotheks- und Informationswissenschaft und der derzeit stattfindende Rückbau des Rechsstaats sich treffen: <a href="http://annalist.noblogs.org/post/2008/12/12/ber-den-allerweltsbegriff-reproduktion-im-verfahren-militante-gruppe">beim mg-Prozess</a> (<a href="http://einstellung.so36.net/">Hintergrund</a>) berichtete eine BKA-Vertreterin, wie mit Hilfe einer BfV-Datenbank versucht wurde, einen Urheber festzustellen. Die so &#8220;Ermittelten&#8221; sitzen seit Ende Juli 2007 <a href="http://einstellung.so36.net/de/ps/270">wegen schlechtem Retrieval</a> in Haft. Wundern sollten diese Fällen eigentlich nicht &#8211; in einem Land, wo sich Personen in Polizeigewahrsam <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/freispruch-fuer-dessauer-polizisten/">spontan selbstenzünden</a>, ist vieles möglich. Richtig ist es dadurch noch lange nicht.</p>
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		<title>Vorratsdatenspeicherung fördert Korruption</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jan 2008 15:16:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jakob</dc:creator>
				<category><![CDATA[de]]></category>
		<category><![CDATA[Anonymität]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachungsstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Über den 2006 gegründeten Whistleblower-Netzwerk e.V. bin ich auf das &#8220;Business Keeper Monitoring System&#8221; (BKMS) der BUSINESS KEEPER AG gestoßen. Whistleblower (deutsch &#8220;Hinweisgeber&#8221;) sind Personen, die Missstände wie verschleierte Gefahren, Korruption und andere nicht-aufgedeckte illegale Aktivitäten an die Öffentlichkeit bringen. &#8230;also in etwa das Gegenteil der drei Affen (nichts sehen, nichts hören, nichts sagen) &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über den 2006 gegründeten <a href="http://www.whistleblower-net.de/">Whistleblower-Netzwerk e.V.</a> bin ich auf das &#8220;Business Keeper Monitoring System&#8221; (BKMS) der <a href="http://www.business-keeper.com/">BUSINESS KEEPER AG</a> gestoßen. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Whistleblower">Whistleblower</a> (deutsch &#8220;Hinweisgeber&#8221;) sind Personen, die Missstände wie verschleierte Gefahren, Korruption und andere nicht-aufgedeckte illegale Aktivitäten an die Öffentlichkeit bringen.
<div style="float:left; margin-right: 0.5em"><img src="http://jakoblog.de/wp-content/uploads/2008/01/three-monkeys.jpg"/></div>
<p>&#8230;also in etwa das Gegenteil der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Drei_Affen">drei Affen</a> (nichts sehen, nichts hören, nichts sagen) &#8211; die im Japanischen Original übrigens ganz anders interpretiert werden. Allerdings sollte Whistleblowing nicht mit dem Herumkrakelen und Gezeter über Mißständen verwechselt werden, die eigentlich längst bekannt sind und/oder sich leicht auf anderem Wege abstellen ließen.</p>
<p>Für tatsächliche Fälle von Korruption, Machtmißbrauch, Veruntreuung etc. sind Hinweisgeber nicht nur für die Öffentlichkeit, sondern auch für Unternehmen eigentlich von großem Nutzen &#8211; wenn jeder dichthält und Probleme unter den Teppich gekehrt werden, wachsen diese meist immer weiter, bis es zum großen Knall kommt (Skandal, Pleite etc.). Leider haben es Hinweisgeber mangels Schutz in Deutschland eher schwer und selbst in Ländern mit spezielle Whistleblower-Schutzgesetzen wird der Hinweisgeber als Überbringer einer schlechten Nachricht oft selbst dafür verantwortlich gemacht und als Nestbeschmutzer diffamiert. Hilfreich sind deshalb Möglichkeiten, Beschwerden anonym abgeben zu können, was für an US-Börsen notierte Unternehmen sogar vorgeschrieben ist.</p>
<p>Das &#8220;Business Keeper Monitoring System&#8221; ist ein mit EU-Mitteln gefördertes, kommerzielles Produkt, mit dem Unternehmen eine anonyme Beschwerdestelle einrichten können. Unter <a href="https://www.bkms-system.net/">bkms-system.net</a> finden sich beispielsweise Anlaufstellen des Landeskriminalamt Niedersachsen, der Deutschen Telekom AG und der Kaufmännischen Krankenkasse KKH. Über ein Ticket-System, das ähnlich wie ein <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dead_drop">Toter Briefkasten</a> funktioniert, ist  auch die bidirektionale anonyme Kommunikation zwischen Hinweisgeber und Anlaufstelle möglich. Die Gute Idee wird jedoch durch mangelnde Implementation und nicht zuletzt die <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de">Vorratsdatenspeicherung</a> torpediert.</p>
<p>Zum einen erfordert BKMS unverständlicherweise zur Benutzung JavaScript, was völlig unnötig ein potentielles Sicherheitsloch in das Verfahren reißt. Zum anderen ist es mit der Anonymität nicht weit her, wenn Verbindungsdaten ohne Tatverdacht erstmal ein halbes Jahr gespeichert werden. Investigative Journalisten wissen schon davon zu berichten, dass ihnen Informaten abspringen, weil sie nicht mehr sicher kommunizieren können. Wie soll sich ein Hinweisgeber sicher sein, dass seine Kontaktaufnahme mit der Anlaufstelle ihm nicht negativ angelastet wird? Ein zweifelhaftes Webformular bringt wenig, wenn nicht erklärt wird, wie man anonym (z. B. mit Tor) und verschlüsselt auf die Seite zugreifen kann. Ich empfehle der BUSINESS KEEPER AG erstmal JavaScript wegzuschmeissen und dann einen Tor-Exit Node für ihre Seite aufzusetzen, dann könnte es es mit der Anonymität klappen. </p>
<p>Dass sich auf der Seite des amerikanischen <a href="http://whistleblowers.org/">National Whistleblower Center</a> ebenfalls nichts zu Verschlüsselung findet, macht die Sache auch nicht besser. Dass dagegen die Telekom eine Hinweisstelle für Whistleblower eingerichtet hat, während sie gleichzeitg Verbindungsdaten speichern muss, hat schon was ironisches. </p>
<p>Gekommen bin ich auf das Thema Whistleblowing übrigens über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mordechai_Vanunu">Mordechai Vanunu</a>. Der Träger des Alternativen Nobelpreises hatte 1986 das Atomwaffenprogramm Israels publik gemacht. Daraufhin wurde er vom Mossad in Italien entführt und saß 11 Jahre in Isolationshaft. Seit 2004 ist er sozusagen in offenem Vollzug, d.h. er darf Israel nicht verlassen und sich nicht mit Ausländern unterhalten, weshalb er zwischenzeitlich wieder inhaftiert wurde. Dazu gibt es auf YouTube einen <a href="http://www.youtube.com/watch?v=UmPEIt4fcnI&#038;mode=related&#038;search=">guten BBC-Film</a>.</p>
<p>Weitere Informationen zum Thema gibt es unter Anderem im <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/">Weblog des Whistleblower-Netzwerk e.V.</a> &#8211; dort lässt sich dann beispielsweise <a href="http://www.whistleblower-net.de/blog/?p=227">nachlesen</a> wie im Lande des so genannten &#8220;Hessenhitler&#8221; die Steuerfahndung intern an Aufklärung behindert wird.</p>
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		<title>Friendly Fire</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Nov 2007 23:20:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jakob</dc:creator>
				<category><![CDATA[de]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachungsstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitswahn]]></category>
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		<description><![CDATA[Dass mit so genannten &#8220;nicht-tötlichen Waffen&#8221; (noch euphemistischer: &#8220;nicht-letales Wirkmittel&#8221;) wie zum Beispiel Elektroschockpistolen schon zahlreiche Menschen getötet wurden, ist dank YouTube-Kultur nicht mehr ganz so unbekannt. Die nächste Entwicklung des Sicherheitswahns stellt Kai Raven vor: Killer-Roboter, die auch als besonders geeignet für den Einsatz gegen Demonstranten beworben werden. Die Robotergesetze sind ihnen eher fremd, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass mit so genannten &#8220;nicht-tötlichen Waffen&#8221; (noch euphemistischer: &#8220;nicht-letales Wirkmittel&#8221;) wie zum Beispiel <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elektroschockpistole">Elektroschockpistolen</a> schon zahlreiche Menschen <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,519528,00.html">getötet</a> wurden, ist dank <a href="http://pl.youtube.com/watch?v=JeViFiODSYo">YouTube-Kultur</a> nicht mehr ganz so unbekannt. Die nächste Entwicklung des <a href="http://www.sicherheitswahn.de">Sicherheitswahns</a> stellt Kai Raven vor: <a href="http://blog.kairaven.de/archives/1430-Noch-ein-paar-Killer-Roboter.html">Killer-Roboter</a>, die auch als besonders geeignet für den Einsatz gegen Demonstranten beworben werden. Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robotergesetz">Robotergesetze</a> sind ihnen eher fremd, stattdessen wird die Reizschwelle, gegen andere Menschen vorzugehen, weiter gesenkt &#8211; &#8220;wir haben nicht geschossen, das war der Robi, dieser Schelm!&#8221;, &#8220;Ach lass ihn noch ein wenig schießen, ist er wird ja nicht müde und die meisten gehen doch nicht von tot!&#8221; etc. Die Zahl der Opfer des Straßenverkehrs (über 5.000 pro Jahr) ist übrigens zumindest in Deutschland noch ungleich höher als die der Opfer eines irregeleiteten Sicherheitsverständnisses, wobei es mitunter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Conny_Wessmann">auch Überschneidungen gibt</a>.</p>
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		<title>Rückwärts in den Überwachungsstaat</title>
		<link>http://jakoblog.de/2007/11/13/rueckwaerts-in-den-ueberwachungsstaat/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Nov 2007 23:47:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jakob</dc:creator>
				<category><![CDATA[de]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachungsstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit 366 zu 156 Stimmen bei zwei Enthaltungen ist letzten Freitag heute die Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung im deutschen Bundestag verabschiedet worden. Damit werden in Zukunft von allen Bürgern alle Verbindungsdaten für ein halbes Jahr gespeichert (und sobald sie einmal unkontrolliert kopiert worden potentiell dauerhaft) &#8211; das heisst, wer wann von wo mit wem telefoniert hat, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit <a href="http://abgeordnetenwatch.de/vorratsdatenspeicherung-636-140.html">366 zu 156 Stimmen bei zwei Enthaltungen</a> ist letzten Freitag heute die Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung im deutschen Bundestag verabschiedet worden. Damit werden in Zukunft von <strong>allen</strong> Bürgern <strong>alle</strong> Verbindungsdaten für ein halbes Jahr gespeichert (und sobald sie einmal unkontrolliert kopiert worden potentiell dauerhaft) &#8211; das heisst, wer wann von wo mit wem telefoniert hat, wer wann wem eine Email geschickt hat und wer wann mit welcher IP-Adresse im Internet unterwegs war.</p>
<p>Wie dieser Rückschritt in den Überwachungsstaat zustande gekommen ist, dokumentiert <span id="more-207"></span> auf der sehr zu empfehlenden Seite <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/">Abgeordnetenwatch</a> (aus der CSU hat als einziger Peter Gauweiler dagegen gestimmt, gefallen hat mir <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_dieter_wiefelspuetz-650-5785--f78879.html#frage78879">dieses ehrliche Bekenntnis</a> von Dieter Wiefelspütz). Bei vielen Abgeordneten dürfte es wohl ähnlich sein wie bei Michael Glos, sie haben einfach keine Ahnung, wie <a href="http://uk.youtube.com/watch?v=xSkTv5eJN3I">dieses Video beweist</a>. Bei anderen dürfte der Koalitionsfrieden eine Rolle gespielt haben (da fällt mir die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands#1914_bis_1919:_Erster_Weltkrieg.2C_Novemberrevolution.2C_Spaltung_der_SPD">Zustimmung der SPD zu den<br />
Kriegsanleihen 1914</a> ein) oder sie sind einfach beratungsresistent wie Wolfgang &#8220;<a href="<a href="http://www.dataloo.de/stasi-20-525.html">&#8220;Stasi 2.0</a>&#8220;-Schäuble (sowohl bundesabhoerzentrale.de als auch stasi.de ständen ihm <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/98772">für weitere Pläne</a> frei). Andere zwickt im Nachhinein <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/98821">das schlechte Gewissen</a> was aber eher ein Zeichen dafür ist, dass die <a href="http://blog.kairaven.de/archives/1415-SPD-Zum-politischen-Abschuss-freigegeben.html">erbärmliche Einrichtung &#8220;SPD&#8221;</a> sich endlich auflösen sollte (in Sachsen, wo August Bebel 1873 trotz Festungshaft in seinem Wahlkreis 80% bekam, rangieren die ex-Sozialen teilweise <a href="http://npd-blog.info/?p=1058">hinter der NPD</a>).</p>
<p>Wie sollen jetzt eigentlich bspw. Bahnangestellte mit der GDL Kontakt aufnehmen oder Nazi-Aussteiger mit Beratungsstellen oder &#8230; wenn nicht sicher ist, dass der Kontaktversuch geheim bleibt? Was einmal gespeichert und weitergegeben ist, lässt sich nicht mehr so leicht löschen! Wenn staatliche Stellen (oder andere Stellen, an die die Daten zur Verarbeitung weitergegeben werden, oder einzelne Personen, die Zugriff haben oder &#8230;) schon nicht mutwillig Unsinn mit den Daten anstellen, wird es sicherlich aus letztendlich aus technischer oder organisatorischer Inkompetenz oder durchsickern. Gute Nacht Meinungsfreiheit, Willkommen zurück DDR!</p>
<p>Wer mehr wissen möchte &#8211; auch wie man sich durch Verschlüsselung und Anonymisierung teilweise schützen kann, sollte unbedingt bei <a href="http://blog.kairaven.de/">Kai Raven</a> vorbeischauen und natürlich <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de">beim AK Vorratsdatenspeicherung</a>.</p>
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		<title>Wer überwacht die Überwacher?</title>
		<link>http://jakoblog.de/2007/11/06/wer-ueberwacht-die-ueberwacher/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Nov 2007 22:47:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jakob</dc:creator>
				<category><![CDATA[de]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachungsstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Stasi 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Artikel in Telepolis beschert der Aktion Überwach! eine Menge Besucher und Aufmerksamkeit. Webseitenbetreiber können ein Stück HTML-Code auf ihre Seiten einbinden, durch das diese dabein helfen können, das Seitenbesuche aus deutschen Ministerien aufgezeichnet werden &#8211; und so den Volksvertretern Vorratsdatenspeicherung und Überwachungsstaat am eigenen Leibe näherbringen (ich hoffe, sowas lässt sich auch auf EU-Ebene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26542/1.html">Artikel in Telepolis</a> beschert der <a href="http://www.uberwach.de/">Aktion Überwach!</a> eine Menge Besucher <a href="http://www.bloglines.com/search?q=uberwach">und Aufmerksamkeit</a>. Webseitenbetreiber können ein Stück HTML-Code auf ihre Seiten einbinden, durch das diese dabein helfen können, das Seitenbesuche aus deutschen Ministerien aufgezeichnet werden &#8211; und so den Volksvertretern Vorratsdatenspeicherung und Überwachungsstaat am eigenen Leibe näherbringen (ich hoffe, sowas lässt sich auch auf EU-Ebene machen, dort werden <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26553/1.html">noch üblere Pläne</a> zur Totalüberwachung ausgeheckt).</p>
<p>Leider hat die Aktionen einen Geburtsfehler, <a href="http://www.dataloo.de/aktion-uberwach-was-willst-du-632.html">die bereits bei dataloo diskutiert wird</a>: Es lassen sich grundsätzlich alle Seitenbesucher überwachen &#8211; weshalb ich mich bislang nicht am Datensammeln beteilige. Stattdessen habe ich mal wieder meine angestaubten PHP-Kenntnisse hervorgekramt und eine Serverseitige Vorfilterung gebastelt.<br />
<span id="more-202"></span><br />
Dazu muss erstens die <a href="http://www.uberwach.de/verdaechtige.html">Liste der Verdächtigen</a> und zweitens <a href="http://www.uberwach.de/green.gif">der grüne Überwach-Button</a> auf den eigenen Server gezogen werden.</p>
<p>Anschließend baut euch in eure PHP-Anwendung folgende Funktion ein:</p>
<pre>
function verdaechtig ($remoteip) {

function ip2hex($ip) { // Normalisiert eine IP-Adresse in 8-Byte-Zeichenkette
    if (preg_match('/(\d+)\.(\d+)\.(\d+)\.(\d+)/', $ip, $match)) {
        for ($i=1; $i< =4; $i++)  {
            $hex .= sprintf("%02X",$match[$i]);
        }
    }
    return $hex;
}

function jsonstring($value) { // JSON fuer PHP < 5.2.0
    static $jsr = array(array("\\", "/", "\n", "\t", "\r", "\b", "\f", '"'),
           array('\\\\', '\\/', '\\n', '\\t', '\\r', '\\b', '\\f', '\"'));
    return '"' . str_replace($jsr[0], $jsr[1], $value) . '"';
}

$iphex = ip2hex($remoteip);

$handle = fopen ("verdaechtige.csv","r"); // IP-Liste einlesen
while ( ($data = fgetcsv ($handle, 1000, ";")) !== FALSE ) {
    $ips = explode('-',$data[0]);
    if ($iphex < ip2hex($ips[0]) || $iphex > ip2hex($ips[1])) continue;
    return '{"ip":' . jsonstring($remoteip) . ',"name":' . jsonstring($data[1])
         . ',"url":' . jsonstring($data[2]) . '}';
}
fclose ($handle);
return "{}";
}
</pre>
<p>Die PHP-Funktion <tt>verdaeechtig</tt> liefert ein JSON-Objekt zurück, dessen Felder &#8220;ip&#8221;, &#8220;name&#8221; und &#8220;url&#8221; gesetzt werden, falls die übergebene IP in einen der vorgegebenen Bereiche fällt. Das ganze kann dann beispielsweise folgendermaßen eingebunden werden</p>
<pre>
&lt;script type='text/javascript'>&lt;!--
< ?php print "var ministerium = " . verdaechtig($_SERVER['REMOTE_ADDR']) . ";"; ?>
if (ministerium.ip) {
    document.writeln('&lt;a href="http://www.uberwach.de/">&lt;img src="http://www.uberwach.de/wanze?'+escape(window.location)+'" alt="Aktion UBERWACH!" width="80" height="15" border="0" />&lt;/a>');
   // Hier ggf. weitere Befehle
   // alert("Vielen Dank, dass sie Vorratsdatenspeicherung unterstützen!");
}//-->&lt;script>
</pre>
<p>Sicherlich lässt sich das noch vereinfachen und so beschreiben, dass es eher verständlich wird. Ein fertiges WordPress-Plugin o.Ä. wäre vielleicht hilfreich. Wem also die Aktion Überwach! nicht gut genug ist, der sollte sich selber an einer Verbesserung versuchen, alle anderen können auch den <a href="http://www.uberwach.de/#mitmachen">auf der Projektseite beschriebenen Weg</a> der Beteiligung wählen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Mehr Unsicherheit mit dem neuen Reisepass</title>
		<link>http://jakoblog.de/2007/07/09/mehr-unsicherheit-mit-dem-neuen-reisepass/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Jul 2007 14:14:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jakob</dc:creator>
				<category><![CDATA[de]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachungsstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Reisepass]]></category>
		<category><![CDATA[RFID]]></category>
		<category><![CDATA[Stasi 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute habe ich beim Einwohnermeldeamt meinen neuen Reisepass mit biometrischen Daten abgeholt (siehe auch die Werbeseite zum ePass). Wer ebenfalls etwas dagegen hat, dass auch noch Fingerabdrücke gespeichert werden, sollte sich bis Oktober beeilen, denn obwohl praktisch alle bisherigen Terrorakte ohne gefälschten Pass durchgeführt wurden und auch mit biometrischen Pässen nicht verhindert worden wären, wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute habe ich beim Einwohnermeldeamt meinen neuen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reisepass#Elektronischer_Reisepass_mit_biometrischen_Daten_.28ePass.29">Reisepass mit biometrischen Daten</a> abgeholt (siehe auch die <a href="http://www.epass.de/">Werbeseite zum ePass</a>). Wer ebenfalls etwas dagegen hat, dass auch noch Fingerabdrücke gespeichert werden, sollte sich bis Oktober beeilen, denn obwohl praktisch alle bisherigen Terrorakte ohne gefälschten Pass durchgeführt wurden und auch mit biometrischen Pässen nicht verhindert worden wären, wird weiter aufgerüstet.</p>
<p>Einen Hinweis auf den im Pass enthaltenen RFID-Chip und die damit verbundenen Sicherheitsprobleme gibt es bei der Ausgabe nicht. Eigentlich sollte jedem Reisepass gleich eine <a href="https://shop.foebud.org/product_info.php?pName=rfidpassschutzhuelle-p-130">Schutzhülle gegen unbefugtes Auslesen</a> beigelegt werden. Bereits letztes Jahr wurde gezeigt, dass sich vom ePass <a href="http://www.wired.com/news/technology/0,71521-0.html">Kopien anfertigen lassen</a>, die von elektronischen Lesegeräten nicht vom Original unterscheidbar sind. Einen schönen <a href="http://events.ccc.de/congress/2006/Fahrplan/events/1566.en.html">Vortrag zum Auslesen und Simulieren von RFID-Chips</a> gab es übrigens auf dem 23C3. </p>
<p>Angesichts dass, vorangetrieben von dem <a href="http://www.fixmbr.de/verfassungsfeind-wolfgang-schaeuble/">Verfassungsfeind Wolfgang Schäuble</a>, die nach 1945 eingeführte Trennung von Geheimdienste, Polizei und Militär immer weiter aufgeweicht wird und  Techniken eingeführt werden, von denen die Stasi nur träumen konnte, muss einem schon unheimlich werden. Da hilft auch die <em>Ich-habe-doch-nichts-zu-verbergen</em>-Ausrede im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Biedermann_und_die_Brandstifter">Biedermann&#8217;schen Sinne</a> nichts: Wenn Kopien eines Reisepasses zu oft an den falschen Orten auftauchen, drohen dem damit Verdächtigen Passinhaber bald schnell nicht nur <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,493094,00.html">Handy- und Internetverbot</a> sondern, wie Schäuble vorschlägt, gar die &#8220;gezielte Tötung&#8221;. Wer einmal &#8211; warum auch immer (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Khaled_al-Masri">falscher Name</a>, falscher Urlaubsort, zufällig neben der falschen Person gesessen etc.) &#8211; auf deiner der vielen <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24939/1.html">Listen von Terrorverdächtigen</a> gelandet ist, hat halt Pech gehabt &#8211; nach der neuen Anti-Terror-Doktrin sind wir doch schließlich alle potentielle Terroristen.</p>
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